Nachhaltige Kosmetik

Nachhaltige Kosmetik ist gut für die Umwelt und für die eigene Haut. Foto alinabuzunova via Twenty20
Nachhaltige Kosmetik ist gut für die Umwelt und für die eigene Haut. Foto alinabuzunova via Twenty20

Denkt man an Kosmetik, hat man natürlich die klassischen Makeup Produkte im Sinn. Im Sinne von Naturkosmetik und nachhaltiger Kosmetik könnte das aber meist nicht ferner liegen.

Hier fokussiert man sich ganz im Sinne der Nachhaltigkeit auf Produkte, die der Umwelt nicht nachhaltig schaden, und das auf mehreren Ebenen. Dazu aber gleich noch mehr. Dementsprechend spricht man hierbei auch stets von nachhaltiger Kosmetik.

Was ist nachhaltige Kosmetik?

Nachhaltigkeit ist ein ganzheitliches Konzept, das trifft natürlich auch auf Kosmetika zu. Wichtig ist, dass man rundum im Einklang mit der Natur steht.

Von Seife bis hin zu Naturschwämmen –  etwa im Onlineshop von tom-pat.de gibt es eine Auswahl an hochwertiger Naturkosmetik.

Inhaltsstoffe stammen aus biologischem Anbau mit fairen Arbeitsbedingungen. Im besten Fall werden die Produkte auch ganz regional gefertigt, um den CO2-Ausstoß verschwindend gering zu halten. Und auf Tierversuche wird auch mit großer Selbstverständlichkeit verzichtet. Wozu auch. Die Produkte sind so natürlich, dass es gar keine Tests braucht.

Das bedeutet natürlich nicht, dass es keinesfalls zu Hautirritationen kommen kann. Vorsicht ist bei Laktoseintoleranz geboten, wenn die Produkte nicht vegan sind und damit Tiermilch beinhalten können. Immer genau auf die Inhaltsstoffe achten!

Außerdem wird üblicherweise auf synthetische Duftstoffe, Silikone und Parabene verzichtet. Gerade Parabenen wird ja oft nachgesagt, dass sie schädlich sein können. Auch Erdöl und Paraffine sind bei der Herstellung von nachhaltiger Kosmetik in der Regel ausgeschlossen.

Und diese Faktoren sprechen für die Produkte! Eine Studie, die 2020 von der Splendid Research GmbH durchgeführt wurde, stellte fest, dass gerade die Hautverträglichkeit und die Rücksichtnahme auf Natur und Umwelt zu den entscheidenden Kaufmotivatoren zählen.

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Welche Siegel gibt es für nachhaltige Kosmetik?

Es gibt verschiedene Siegel, die für Naturkosmetik eine Rolle spielen;

  • Das BDIH-Siegel verbietet synthetische Farb- und Duftstoffe, ethoxilierte Rohstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte. Zutreffen muss das auf mindestens 60 % aller Produkte dieser Marke.
  • Natrue ist ein Siegel, das mindestens 75 % aller Produkte einer Marke dazu verpflichtet, ausschließlich natürliche Stoffe zu verwenden. Klassifiziert werden 13 verschiedene Produkttypen.
  • Und dann gibt es noch das in Deutschland eher seltenere Ecocert. Ein Siegel, das die Hersteller dazu verpflichtet, mindestens 95 % aller Inhaltsstoffe aus natürlichem Ursprung zu beziehen. Nur maximal 5 % dürfen synthetisch sein, und dann auch nur aus einer Positivliste entstammen.
  • Das Cosmos Siegel geht noch einen Schritt weiter und bezieht sich nicht nur auf die Inhaltsstoffe, sondern verpflichtet auch zu Umweltverträglichkeit und Abbaubarkeit. Seit Anfang 2017 ist es für die Mitgliedsverbände verpflichtend, wozu auch BDIH und Ecocert zählen.

Außerdem gibt es noch weitere allgemeinere Siegel, die auch in der Naturkosmetik Anwendung finden. Etwa Fairtrade. Diese unterliegen dann den für diese Siegel üblichen Kriterien.

Auch gibt es spezielle HalalNaturkosmetik, die unter anderem auf Alkohol verzichtet, um dem Standard der Sharia zu entsprechen.

Nachhaltige Kosmetik ganz einfach

Das Schönste an nachhaltiger Kosmetik ist, dass sie nicht nur herrlich verträglich für die Haut, sondern auch noch gut für die Umwelt ist. Man kann den Einsatz wunderbar mit seinem Gewissen vereinbaren.

Nachhaltige Seifen

In den letzten Jahren hat sich die Flüssigseife immer mehr etabliert, da viele Verbraucher dem Irrglauben unterliegen, Flüssigseife sei hygienischer. Dabei birgt ein festes Seifenstück nicht mehr Keime als der Druckkopf von einem Flüssigseifenspender. Und obendrein sind diese Produkte wahre Umweltsünder!

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kann genauso mit unterschiedlichsten Düften hergestellt werden. Außerdem wirkt sie durch ihre hochwertigen Inhaltsstoffe in der Regel antibakteriell. Und obendrein wird sie nicht nur zum Händewaschen verwendet, sondern auch zum Duschen und Haare waschen.

Eine sehr beliebte nachhaltige Seife ist übrigens die schwarze afrikanische Seife.

Nachhaltige Gesichtsreinigung

Wer sich nach einem langen Tag abschminken möchte, hat eine schöne Auswahl in puncto Gesichtsreinigung. Hier gilt darauf zu achten, dass sie nicht in Plastikflaschen abgefüllt sind, da sie ja sonst im Grunde den Kerngeist der Nachhaltigkeit völlig verfehlen. Auch Gesichtsreinigung gibt es mittlerweile in festen Stücken, oft kann auch die feste Naturseife dazu verwendet werden!

Nebenher gibt es noch reine Naturprodukte, die ganz im Sinne des Green Living stehen. Die Aloe Vera Pflanze bietet ein heilendes Gel, das nicht nur bei Sonnenbränden vorteilhaft ist, sondern die Haut langanhaltend pflegt. Genauso können auch Milch oder Honig zur Gesichtsreinigung verwendet werden. Es ist nicht ganz grundlos, dass die Legende von Kleopatra besagt, sie habe regelmäßig in Milch und Honig gebadet!

Nachhaltige Schwämme

Peeling, Reinigung und Menstruationsbegleitung – Schwämme sind wahre Allrounder. In der Naturkosmetik kommen dabei reine Naturschwämme zum Einsatz, die aus dem Mittelmeer gewonnen werden. Sie sind frei von Schadstoffen, ungebleicht und hypoallergen. Außerdem können sie vollständig und zu 100 % biologisch abgebaut werden.

Fazit

Nachhaltige Kosmetik ist nicht immer vegan, denn Inhaltsstoffe wie Tiermilch, Honig, Seide oder auch Bienenwachs können dennoch zum Einsatz kommen. Auf Tierversuche wird in der Regel verzichtet, und auch der Anspruch an die Produkte wird immer größer. Insbesondere, wenn es um Faktoren wie Umweltverträglichkeit und Abbaubarkeit geht.

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Dennoch gibt es natürlich immer wieder Unternehmen und schwarze Schafe, die auf die Schnelle auch ein Stück vom Kuchen haben wollen, ohne aber wirklich nachhaltig zu sein. Daher gewinnen die beschriebenen Siegel immer mehr an Bedeutung für den Endverbraucher.

Hajo Simons Journalist

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).