Ein neuer Tag bricht an und Sie freuen sich auf Ihr Brötchen mit Mānuka-Honig? Kein Wunder, denn dieser ist etwas Besonderes und Gesundes. Der neuseeländische Honig hat den Ruf, der gesündeste Honig zu sein. Ist das so? Was sagen die Wissenschaftler über seine Wirkung? Woher stammt er und was enthält er? Können Sie ihn bedenkenlos kaufen?
Mānuka-Honig – der gesündeste Honig?
Honig ist gesund, doch ist der Mānuka-Honig der gesündeste der Welt? Wissenschaftler sind dem Geheimnis auf der Spur und konnten in Laboren durch ihre Forschungen verschiedene positive Wirkungen auf die Gesundheit beweisen. Was noch fehlt, sind ausreichend klinische Versuche an Menschen. Diese Studien sollen die gesundheitlichen Vorteile bestätigen. Doch was ist Mānuka-Honig überhaupt und woher kommt er?
Was ist Mānuka-Honig?
Mānuka-Honig ist ein natürliches Produkt von Bienen, die den Nektar der Südseemyrte (Leptospermum scoparium) sammeln. Andere Bezeichnungen für die Heilpflanze sind Neuseelandmyrte und Manuka. Sie wächst als Baum oder als Strauch. Manuka-Pflanzen blühen weiß oder rosafarben für einige Wochen. Jedoch können Sie die Blütenpracht das ganze Jahr über bewundern. Und damit können die Bienen jederzeit Honig produzieren. Mānuka-Honig ist teuer, was allein schon vermuten lässt, dass er nicht nur wegen seines Preises etwas Besonderes ist. Lesen Sie, woher er kommt und was ihn so einzigartig macht.
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Herkunft und Besonderheiten
Die Südseemyrte wächst in Australien. Vorwiegend ist sie jedoch in den bergigen Regionen Neuseelands zu finden. Doch die Anwesenheit der Manuka-Pflanze allein reicht nicht aus, um natürlichen Honig zu produzieren. Dazu braucht es Bienen. Diese kamen im Jahr 1839 mit dem Schiff von England nach Hokianga in Neuseeland. Dies war ein Glück für das Land, denn dort gab es zwar zwei Arten von Bienen, jedoch waren diese nicht zur Honigproduktion geeignet.
Die eingeführten Bienen erwiesen sich als nützlich, und schon bald gab es eine Vielzahl von wilden Bienenvölkern, die die Manuka-Pflanzen zur Produktion von Honig nutzten. Und so kam es, dass um 1870 die Māori als erste indigene, polynesische Bevölkerung Neuseelands zu den ersten Imkern Neuseelands gehörten. Der bittere Honig war wenig beliebt, sodass ihn die Māori an Tiere verfütterten und zu Heilzwecken bei Haut- und Magenbeschwerden einsetzten. Erst in den 1980er-Jahren erkannten die Neuseeländer und Siedler weitere gesundheitliche Vorteile des Produktes. Fortan beschäftigten sich Wissenschaftler verstärkt mit den Geheimnissen des Mānuka-Honigs.
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Inhaltsstoffe und Wirkung
Wie jede Art von Honig besitzt der Mānuka-Honig eine antibakterielle Wirkung. Bei diesem ist der Effekt jedoch nicht wie bei anderen Honigarten auf das natürlich auftretende Wasserstoffperoxid zurückzuführen. Die antibiotischen Eigenschaften verdankt die neuseeländische Honigart dem natürlichen Stoffwechselprodukt Methylglyoxal (MGO). MGO bildet sich in der Mitte der Wabe aus dem Stoff Dihydroxyaceton. Wie hoch der Anteil ist, gibt das Etikett auf dem Honigglas in Milligramm pro Kilogramm an. Hilfreich kann das Produkt auch bei antibiotikaresistenten Keimen sein, denn Methylglyoxal besitzt die Fähigkeit, Proteine und DNA von Bakterien zu schädigen.
Der MGO-Wert gilt beim Mānuka-Honig als Qualitätsmerkmal. Ein Wert von MGO 100+ gilt als mild antibakteriell. Eine mittlere Aktivität besteht bei MGO 250+. Um eine starke antibakterielle Aktivität zu besitzen, muss der MGO-Wert 400+ bis 550+ erreichen.
Gesundheitliche Vorteile im Überblick
Die antibakterielle Wirkung des Stoffwechselprodukts MGO ist wissenschaftlich belegt. MGO soll gegen viele Bakterienarten, gegen Pilze und gegen bestimmte Viren wirken. Ein Beispiel dafür ist der Varizella-zoster-Virus, welcher die Gürtelrose und die Windpocken auslöst.
Medizinischer Mānuka-Honig wird in der Wundbehandlung mit dem Zweck eingesetzt, die Wundheilung zu fördern und Infektionen zu hemmen. Zudem soll er zytotoxische Eigenschaften besitzen und spielt deshalb in der Krebsforschung eine Rolle.
Außerdem zeigt der Mānuka-Honig gesundheitliche Vorteile beim Erhalt einer gesunden Mundflora und bei der Darmgesundheit. Zudem ist das natürliche Produkt in der Lage, E.-coli-Bakterien und Staphylokokken sowie antibiotikaresistente Erreger wie MRSA zu töten. Zudem stoppt der Mānuka-Honig Campylobacter sowie Salmonellen. Diese können schweren Durchfall verursachen. Nachgewiesen wurde ebenfalls eine Wirkung auf Enterobakterien, die den Magen befallen.
Daneben kann der Mānuka-Honig das Immunsystem stärken und bei Halsschmerzen und Husten helfen. Diabetiker und Allergiker gegen Bienenprodukte sollten jedoch auf Mānuka-Honig verzichten.
Obwohl Wissenschaftler sich seit Jahren mit dem Mānuka-Honig und seiner potenziell gesundheitlichen Wirkung auseinandersetzen, fehlen bisher noch aussagekräftige klinische Versuche an Menschen, um diese endgültig zu beweisen.
Unterschiede zu herkömmlichem Honig
Mānuka-Honig ist wesentlich teurer als andere Honigarten aus Deutschland. Der Preis ergibt sich aus den hohen Herstellungskosten und der begrenzten Verfügbarkeit.
Der neuseeländische Mānuka-Honig besitzt stärkere antibakterielle Eigenschaften als deutscher Honig. Dagegen ist das Angebot an Geschmacksrichtungen bei deutschen Honigarten vielfältiger.
Worauf beim Kauf achten?
Kaufen Sie Mānuka-Honig, achten Sie darauf, dass er vom Manuka-Busch stammt und aus Neuseeland kommt. Denn bei allem, was gut und teuer ist, besteht die Gefahr der Fälschung. So ist es auch beim Mānuka-Honig. Es wird weit mehr unter dem Namen verkauft, als Neuseeland produziert. Deshalb wird Mānuka-Honig in unabhängigen Laboren getestet und vor Ort abgefüllt. Danach erhält der Becher eine Versiegelung, sodass es auffällt, wenn er von Unbefugten geöffnet wird.
Dennoch standen bei Untersuchungen der Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission 46 Prozent der Proben im Verdacht, gefälscht zu sein. Bei ihnen entdeckten die Prüfer mindestens einen DNA-Marker einer fremden Zuckerquelle.
Fazit
Mānuka-Honig ist potenziell der gesündeste Honig. Ob die gesundheitsfördernde Wirkung den Preis rechtfertigt, wird sich bei den Studien am Menschen herausstellen. Wer jedoch bereits jetzt überzeugt ist, muss beim Kauf aufpassen, denn es sind viele Fälschungen im Handel.
