Naturzaun – Sichtschutz aus natürlichen Materialien

Ein Naturzaun ist ein toller Sichtschutz und ein erstklassiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Foto sulagna via Twenty20
Ein Naturzaun ist ein toller Sichtschutz und ein erstklassiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Foto sulagna via Twenty20

Ein Garten ist eine wunderbare Möglichkeit, ein Stück Natur immer in Reichweite zu haben. Dazu bietet er seinen Besitzern die Chance, der Natur mit einem Naturzaun auch etwas zurückzugeben.

Ob Sie sich für einen bienenfreundlichen Garten entscheiden, in Ihrem Garten ein Insektenhotel aufstellen, Nistkästen für Vögel installieren oder Unterschlupfe für Igel für den Winter schaffen. Im eigenen Garten lassen sich viele Gelegenheiten nutzen, um in Sachen Naturschutz und Nachhaltigkeit einiges zu leisten.

Neben der Nutzung von solarbetriebenen Elektrogeräten wie einer Solar-Teichpumpe oder Solarlampen im Außenbereich, bieten auch der Zaun und der Sichtschutz zum Nachbarn oder an die Straße eine Gelegenheit, auf mehr Nachhaltigkeit zu achten. Tatsächlich kann der Gartenzaun ein Projekt sein, mit dem Sie Ihren CO2-Fußabdruck deutlich vergrößern – oder ihn einfach angenehm klein halten. Zum Beispiel durch einen Naturzaun statt einer der in der Produktion eher klimaschädlichen Alternativen.

Vorteile von Naturzäunen

Naturzäune bestehen aus Holz. Sie bieten gegenüber ihren Konkurrenten aus Metall oder gar Beton einige Vorteile. So erhalten sie beispielsweise ein natürliches Gartenbild und fügen sich wunderbar in die Natur ein. Dazu kommt der Nachhaltigkeitscharakter, den ein Naturzaun mitbringt. Wenn ein Metallzaun nicht mehr benötigt wird, muss das Metall entsorgt werden.

Allein die Herstellung eines solchen Zauns erzeugt in der Regel ein hohes Maß an CO2. Holz hingegen als natürlicher Werkstoff muss nicht separat hergestellt werden. In den meisten Fällen erfolgt eine einfache Verarbeitung des Holzes – oftmals sogar in Handarbeit. Betrachtet man im Vergleich dazu einen Betonzaun, wird schnell klar, warum ein Naturzaun so viel nachhaltiger ist.

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Einer der Grundbestandteile von Beton ist Zement. Die Zementherstellung allerdings gehört zu den Industrieprozessen, die mit den größten Ausstoß an Emissionen verursachen. Das WWF hat dazu festgehalten, dass allein 2 % aller Treibhausgase in Deutschland und sogar 8 % aller weltweit produzierten Treibhausgase auf die Produktion von Zement zurückzuführen sind. Ein weiterer Grund dafür, dass beim Thema nachhaltiges Bauen im Endeffekt natürliche und nachwachsende Ressourcen die Hauptrolle spielen müssen.

Welche Naturzäune gibt es?

Im Bereich der Naturzäune stehen verschiedene Modelle zur Auswahl. Hier einmal ein kleiner Überblick:

Lattenzaun

Von der Bauart her ist der Lattenzaun einer der einfachsten Zauntypen überhaupt. Entsprechendes Holz dafür bekommen Sie problemlos in jedem Baumarkt. Hier werden aufrechtstehende Zaunlatten mit zwei oder drei Querlatten – den sogenannten Riegeln – verbunden. Dadurch bekommen die Holzlatten ihren Halt. In vielen Fällen wird für die Herstellung der Latten Kastanienholz verwendet.

Staketenzaun

Ein Staketenzaun besteht aus miteinander verbundenen Holzstäben. Diese werden an die jeweiligen Stützpfähle angebracht, ohne dass die Stäbe dabei den Boden berühren. Wenn die Staketen in der Luft hängen, erhöht dies die Lebensdauer des Zauns in der Regel erheblich. Einen Staketenzaun können Sie problemlos in Höhen von bis zu 2 m erhalten. Der gerne auch als Rollzaun bezeichnete Zauntyp, der aus einem langen Zaunelement besteht, das aufgerollt geliefert wird, besteht ebenfalls in den meisten Fällen aus Kastanienholz.

Jägerzaun

Für einen Jägerzaun wird jeweils oben und unten eine Querlatte an den Zaunpfosten befestigt. Anschließend werden die einzelnen Zaunhölzer quer an den beiden Querlatten angebracht, sodass das traditionelle Kästchenmuster eines Jägerzauns entsteht. Anders als die beiden oben genannten Zauntypen wird ein Jägerzaun zumeist aus Fichtenholz hergestellt.

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Flechtzaun als Sichtschutz

Sie sind die klassischste Art eines Naturzaunes – die Flechtzäune als Sichtschutz. Für einen solchen Flechtzaun werden wahlweise

  • Weidenruten
  • Robinienruten
  • Kastanienruten
  • oder Haselnussruten verwendet.

Wer sich für einen solchen Flechtzaun entscheidet, kann die jeweiligen Zaunelemente rahmenlos, mit Seitenrahmen oder komplett gerahmt erhalten. Hier werden die fertigen Elemente an die Zaunpfähle angebracht und dort entsprechend befestigt.

Der lebendige Sichtschutz

Eine weitere Möglichkeit, absolut nachhaltig den Garten vor den Blicken Fremder zu schützen, bietet ein lebender Sichtschutz. Gemeint sind damit Pflanzen oder Hecken, die entsprechend gepflegt den Garten komplett einfrieden können. Von Lebensbäumchen über Kirschlorbeer bis hin zum Hibiskus oder einem Rhododendron sind die Auswahlmöglichkeiten hier riesig.

Wichtig ist dabei nur zu wissen, dass solche Hecken und Pflanzen nicht verhindern, dass Tiere oder Menschen sich hindurchzwängen können. Wer also einen Garten möchte, der durch den entsprechenden Sichtschutz auch ein Stück weit geschützt ist, der muss eher auf eine der oben genannten Varianten zurückgreifen.

Naturzaun pflegen – Was gibt es zu beachten?

Das Holz von Naturzäunen ist in der Regel sehr pflegeleicht. Sie sollten die Zaunelemente mit gewisser Regelmäßigkeit streichen. Vor allem Holz, das im Außenbereich zum Einsatz kommt, bleicht schnell durch die Sonne aus und verliert so seine natürliche Farbe. Sie haben die Möglichkeit, hier mit entsprechender Lasur für einen gewissen Schutz gegen Wind und Wetter zu sorgen. So hält der Zaun auch deutlich länger und Sie werden länger Ihre Freude an Ihrem natürlichen Sichtschutz haben.

Wer dem Zaun gern seine Naturfarbe belassen möchte, der sollte ihn zumindest regelmäßig mit Holzöl streichen. Dieses zieht tief in das Holz ein und entwickelt eine wasserabweisende Schutzschicht auf dem Holz. Dadurch verringert sich die Gefahr, dass das Holz im Herbst oder Winter Schaden nimmt und in der Feuchtigkeit womöglich anfängt zu modern.

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Fazit

Ein Naturzaun ist eine wunderbare Alternative zu einem der industriell hergestellten Zäune aus Beton oder Metall. Er bietet nicht nur eine wunderbare natürliche Optik und passt sich sehr gut in jeden Garten ein – er bietet auch eine sehr schöne Möglichkeit, den eigenen Garten nachhaltig zu gestalten. Weitere Vorteile sind die Pflegeleichtigkeit dieser Zäune und der Umstand, dass man einen Naturzaun auch ohne großes handwerkliches Geschick problemlos selbst aufbauen kann, wenn man denn möchte.

Hajo Simons Journalist

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).