Warum vegan leben? 5 Gründe für den Einstieg (+ Tipps)

Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein veganes Leben – und das hat gute Gründe! Unser Ratgeber nennt sie.

Neben den Vorteilen für die Gesundheit durch eine vegane Ernährung gibt es noch weitere schlagkräftige Argumente, die weit über den Tellerrand hinausgehen. Was vegan leben bedeutet und was wirklich dafür spricht, erfährst du in diesem Artikel. Zudem gibt es einfache und praktische Tipps, die dir den Einstieg in ein veganes Leben erleichtern. 

Vegan: Definition

Vegan als Ernährungsform bedeutet, dass keine tierischen Produkte verzehrt werden. Um Lebensmittel wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und Eier wird ein großer Bogen gemacht. Dafür stehen viel frisches Obst, Gemüse, Getreide, pflanzliche Fette und pflanzliche Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte und Tofu auf dem Speiseplan.

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Doch der Begriff „vegan“ beschreibt mehr als nur die Ernährungsform. Im Veganismus wird auch auf tierische Produkte abseits des Speiseplans bewusst verzichtet. Nach der gängigen Definition der Vegan Society of England, die 1944 gegründet wurde, beschreibt Veganismus eine Lebensweise, die – sofern in der Praxis durchführbar – auf alle Arten von Grausamkeiten und Ausbeutung von Tieren verzichtet. Und das schließt eben alle Produkte mit ein, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werden und durch Tierversuche Leid verursachen. Es geht also nicht allein um vegane Ernährung.

Ist es gesund vegan zu leben?

Der Begriff „gesund“ ist sehr individuell. Was für den einen gesund ist, ist für die anderen ganz und gar nicht gesund. Beleuchten wir beispielsweise unterschiedliche (Un-)Verträglichkeiten und Allergien, ist es schwer, eine pauschale Aussage zu treffen, die für alle gilt. Eine einseitige, vegane Ernährung kann in etwa eben auch wie eine einseitige, omnivore Ernährung nicht besonders gesund sein. Dennoch belegen zahlreiche Studien, dass der Verzehr von tierischen Produkten verantwortlich für unsere sogenannten Wohlstandskrankheiten wie Übergewicht, Herz- und Gefäßkrankheiten und Diabetes ist. Hinzukommen Antibiotika in Futtermitteln und die Begünstigung von Epidemien und Pandemien durch den maßlosen Fleischkonsum.

Eine bewusst ausgewogene, vegane Ernährungsweise ist hier eindeutig im Vorteil, um den Körper mit allen wichtigen Makro- und Mikronährstoffen zu versorgen, die er benötigt, um fit und leistungsfähig zu sein. Der Verzehr von pflanzlichen Produkten gibt dem Körper Energie, Vitamine sowie Ballast- und Mineralstoffe und kommt ohne  hohe Cholesterinwerte oder Krebsrisiken aus.

Vegan leben und Abnehmen

Doch wie sieht es mit Abnehmen aus? Hier gilt wieder: eine vegane Ernährung lässt dich nicht automatisch schlanker werden. Beim Abnehmen geht es in erster Linie nach wie vor um die sogenannte Kalorienbilanz. Die simple Formel lautet: Um abzunehmen, solltest du weniger Kalorien zu dir nehmen, als du verbrauchst.

Eine wichtige Rolle beim Abnehmen spielt zusätzlich das Sättigungsgefühl – denn wer geht schon gerne hungrig ins Bett? Da VeganerInnen oft zu Lebensmittel mit einem hohen Ballaststoffgehalt wie Linsen und Vollkornprodukte greifen, sättigen diese besser und länger – man isst automatisch weniger und nimmt zeitgleich ab. Auch das sogenannte Volume-Eating, also der Verzehr von Lebensmitteln, die zwar viel Volumen, aber wenige Kalorien haben, macht satt und hält das Kalorienkonto schlank.

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Das sind beispielsweise Lebensmittel wie Obst und Gemüse – allesamt vegan und richtige Schlankmacher! Natürlich tragen Bewegung und Sport ebenfalls zum Abnehmen bei. Achte auf ausreichend Bewegung im Alltag und auf regelmäßige Sporteinheiten in der Woche, die dich zumindest ein wenig ins Schwitzen bringen. So nimmst du nicht nur im Rahmen einer gesunden veganen Ernährung leichter ab, sondern trainierst auch deine Fitness!

Vegane Ernährung und Fitness

Da wir schon bei Fitness sind: Für richtige Muskeln braucht man Fleisch? Falsch gedacht! In unseren Breiten nehmen wir meist sogar zu viel tierisches Protein als empfohlen zu uns. Im Rahmen einer ausgewogenen, veganen Ernährung bist du grundsätzlich auch mit ausreichend Protein versorgt und kannst in puncto Fitness ordentlich Gas geben. Viele Leistungssportlerinnen und Leistungssportler zeigen mittlerweile, dass es auch ganz ohne tierische Produkte geht – und das meist sogar noch viel besser!

Bekannte vegane AthletInnen sind beispielsweise Novak Djokovic, Venus Williams und Patrik Baboumian. Sie sind eingefleischte VeganerInnen an der sportlichen Weltspitze. Kann das ein Zufall sein?

Vegane Ernährung ist gut für die Umwelt

Im Umweltbereich haben eine vegane Ernährung und eine vegane Lebensweise ebenfalls eindeutig die Nase um Längen vorn. Nicht nur der verringerte Wasser- und Ressourcenverbrauch, sondern auch der geringere CO2-Ausstoß ist im Vergleich zum Verbrauch einer omnivoren Lebensweise eindeutig umweltverträglicher. Zur Herstellung eines Fleischburgers werden bis zu 2453 Liter Wasser benötigt und insgesamt 2834 Gramm CO2-Equivalente ausgestoßen.

Zwar ist eine vegetarische Ernährung ebenfalls bereits um einiges umweltverträglicher – die nachhaltigste Ernährungs- und Lebensform ist jedoch nach wie vor eine vegane. Die Herstellung eines Veggieburgers aus Bohnen verursacht lediglich 160 Gramm CO2-Equivalente – ein massiver Unterschied, der uns zu einem veganen Leben motivieren sollte.

Ethische Gründe für den Veganismus

In die bewusste Entscheidung, sich vegan zu ernähren und vegan zu leben, spielen oft weitere Grundsätze wie Tierschutz und Ethik mit ein. VeganerInnen setzen sich gegen Massentierhaltung, Leid und Ausbeutung von Lebewesen ein. Doch das betrifft nicht nur den Verzehr von Lebensmitteln, sondern auch alltägliche Dinge. So sind in etwa Leder oder Daunen tabu oder auch Produkte, die aufgrund ihrer Herstellung schlimme Auswirkungen auf Tierleben haben. Kosmetikprodukte, die an Tieren getestet wurden, gehören nicht zu einem veganen Lifestyle. Ein veganer Lebensstil setzt auf ein gerechtes Leben für alle Lebewesen und verfolgt das Prinzip, Tiere nicht nur vor Leid, sondern auch vor Ausbeutung zu schützen.

Vegan leben: 3 Tipps für den Start

Die genannten Gründe motivieren natürlich, um ein veganes Leben direkt umzusetzen. Doch wo beginnen? Mit diesen drei einfachen Tipps kannst du direkt durchstarten!

  1. Vegan leicht gemacht: Für manche Menschen ist ein radikaler Umstieg auf die vegane Ernährung am einfachsten. Aber eine komplette, radikale Umstellung von einem Tag auf den anderen ist für viele nicht immer förderlich oder von Dauer. Wenn du auch dazu gehörst, beginne am Anfang, deine Ernährung langsam umzustellen und vermehrt auf vegane Lebensmittel zu setzen. Beginne im Supermarkt die Zutatenlisten zu inspizieren und finde Lieblingslebensmittel. Eine Gewohnheitsänderung braucht immer Zeit, das ist ganz normal.
  2. Vegane Mode und Kosmetikprodukte: Vegane Mode und vegane Kosmetik sind bereits in zahlreichen Onlineshops erhältlich. Aber auch in der Drogerie deines Vertrauens findest du qualitativ hochwertige, vegane und umweltverträgliche Kosmetikprodukte. Es gibt mittlerweile viele Onlineshops, die ein großes Sortiment an veganer Kleidung haben. Auch lohnt es sich, einen Blick in lokale, eher unbekannte Kleidergeschäfte zu werfen. Diese bieten meist hochwertige vegane Kleidung an, die bestimmt noch nicht viele besitzen. So hast du noch lange Freude an deinem Einzelstück – und setzt ein modisches, veganes Statement.
  3. Smart einkaufen: Vegan muss nicht immer teuer sein! Lebensmittel, die ohnehin vegan sind, sind günstig in jedem Laden oder am Markt deines Vertrauens zu kaufen. Um dir die Umstellung zu erleichtern, ohne tief in die Geldbörse greifen zu müssen, bieten bereits auch viele Discounter vegane Ersatzprodukte an. So fällt vegan werden leichter – und schmeckt auch noch köstlich!

Vegan leben muss nicht schwierig sein oder mit strengem Verzicht zu tun haben! Vieles in unserem Leben ist bereits vegan. Genau darauf sollten wir uns fokussieren – anstatt uns damit zu beschäftigen, was wir nicht haben können. Die Möglichkeiten sind unendlich. Vegan leben ist auf jeden Fall etwas Erstrebenswertes, das nicht nur dem Körper, sondern auch der Umwelt und den Tieren guttut. Hoffentlich gelingt dir der Start in ein veganes Leben mit diesen Tipps spielend – one step at the time!


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