Homöopathische Mittel und ihre Anwendung

Heutzutage möchten viele Menschen auf herkömmliche Arzneimittel verzichten. Der Grund liegt häufig darin, dass die Nebenwirkungen, die mit der Einnahme einhergehen, nicht angenehm sind und vermieden werden wollen. So suchen viele von uns Hilfe im naturheilkundlichen Bereich.

In diesem Zusammenhang spielen nicht nur Kräuter eine essenzielle Rolle. Bereits seit Jahrzehnten lassen sich viele Menschen von homöopathischen Mitteln und Naturprodukten helfen. Die Homöopathie gehört zu den alternativen Behandlungsformen und findet in Zeiten des Umdenkens einen großen Anklang. Was in Grunde auch viel mit gesunder Ernährung zu tun hat, die immer häufiger vegan ist. In diesem Artikel wollen wir auf die allgemeinen Informationen eingehen, was Homöopathie überhaupt ist und bei welchen Beschwerden Sie Hilfe von diesen Mitteln erwarten können.

Was ist Homöopathie?

Das Besondere an der Homöopathie ist, dass sie die Selbstheilungskräfte, die jeder Mensch in sich hat, stimulieren soll. Das gelingt durch das Ähnlichkeitsprinzip, das folgendes beschreibt: Die Substanz, die bei einem gesunden Menschen irgendwelche Symptome hervorruft, kann einen Kranken mit den gleichen Problemen helfen. Die homöopathischen Mittel werden so stark verdünnt und in verschiedenen Stufen angeboten. Egal, ob Baby, Kind oder Erwachsener – homöopathische Mittel können  praktisch immer eingesetzt werden. In den meisten Fällen werden auch gute Leistungen erzielt.

Der Vorteil ist, dass die Homöopathie praktisch mit keinen Nebenwirkungen einhergeht. Demnach können auch kleine Kinder damit behandelt werden. Zudem haben sie meist auch keine negativen Auswirkungen bei schwangeren oder stillenden Frauen.

Anwendungsgebiete von Homöopathie

Die Bereiche, in denen diese Mittel angewendet werden können, sind vielfältig. Deshalb sollte sich jeder Mensch, der dank Homöopathie eine positive Wirkung verspürt, den nachfolgenden Abschnitt lesen. Hier erfahren Sie, welche Symptome gelindert werden können.

Bei Heuschnupfen

Viele Menschen leiden unter den lästigen Symptomen von Heuschnupfen. Bei zartem Frühlingserwachen klagen bereits manche von uns über eine laufende Nase, tränende Augen oder sogar schlimmere Symptome wie Asthma oder Atemnot. Hier muss gehandelt werden. Nicht nur normale Medikamente, die der Arzt verschreibt, können in diesen Fällen helfen. Wer dieses Mal etwas Natürliches ausprobieren möchte, ist mit der Homöopathie oft gut bedient.

Es gibt zwei unterschiedliche Ansätze. So können mit der Homöopathie die Symptome behandelt werden, d.h. dass Sie dann jene Globuli nutzen, die Symptome lindern. Auf der anderen Seite kann natürlich auch ganzheitlich an das Problem angegangen werden. Hier werden dann nicht mehr Symptome behandelt, sondern die Ursachen gefunden und entsprechend behandelt. Dieses Thema sollte jedoch mit einem erfahrenen Arzt, der sich mit Homöopathie auskennt, besprochen werden.

Folgende Globuli können bei Heuschnupfen gut sein:

  • Arsenicum album (wenn Lunge, Nasen und Augen betroffen sind)
  • Allium cepa (Tränen, Fließschnupfen, Augen und Nase sind betroffen)
  • Euphrasia officinalis (Brennen und Jucken im Auge, Nase ist betroffen)
  • Ferrum phosphoricum (wenn die Abwehrkräfte schwach sind, bei Erkältungen, bei Entzündungen im Hals)

Bei der Verabreichung der Globuli ist es immer wichtig, die einzelnen Eigenschaften zu kennen bzw. die genauen Anwendungsbereiche zu wissen. Nur so können die passenden homöopathischen Mittel verabreicht werden.

In den Wechseljahren

Viele Frauen klagen während der Wechseljahre über bestimmte Symptome, die individuell unterschiedlich sein können. Auch hier kann Homöopathie helfen. Der Körper der Frau stellt sich um, und der Hormonhaushalt wird komplett verändert. Egal, ob Sie unter Schlafstörungen, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Störungen der Libido oder depressiven Verstimmungen leiden – Globuli können Ihnen helfen.

Folgende Globuli können hilfreich sein:

  • Lachesis (Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, depressive Stimmung vor allem abends, Schlafstörungen)
  • Sulfur (Hitzewallungen, Übergewicht)
  • Sepia (weniger Libido, Schlafstörungen)
  • Graphites (sehr trockene Haut, Gewichtszunahme, Hitzewallungen)

Bei Blasenentzündung

Viele Frauen leiden unter immer wieder auftretenden Blasenentzündungen. Falls das auch bei Ihnen der Fall ist, könnten Ihnen Globuli helfen. Dennoch ist es essenziell, dass Sie auch die Ursache herausfinden. Häufig haben Probleme mit der Blase auch mit dem Thema Loslassen zu tun. So könnte beispielsweise eine zusätzliche Gesprächstherapie oder Ähnliches hilfreich sein.

Wer eine leichte Blasenentzündung hat, kann eigenständig Globuli einnehmen. Falls es sich aber um eine chronische Erkrankung handelt, ist es besser, wenn Sie die gesamte Therapie gemeinsam mit einem Experten durchlaufen.

Bei leichten Entzündungen der Blase können folgende Mittel helfen:

  • Apis (brennende Schmerzen, häufiger Harndrang, Kälte bessert den Schmerz, geringes Durstgefühl)
  • Aconitum (sofort bei ersten Anzeichen einer Blasenentzündung einnehmen, wenn die Blase brennt, viel Durst)
  • Belladonna (Urin tröpfelt, Blase reagiert sensibel auf Druck, wenn man das Gefühl hat, es kommt noch Urin, ist aber nicht so)
  • Cantharis (blutiger Urin, Urin brennt wie Feuer, krampfartiger Schmerz)

Bei Erkältung

Besonders während der Grippesaison und in der kälteren Jahreszeit kämpfen viele Menschen mit Heiserkeit, einer laufenden Nase oder Kopf- und Halsschmerzen. Mithilfe guter Heilkräuter sowie Globuli können Erkältungen oft ganz ohne herkömmliche Medikamente gelindert werden.

Die Erkältung wird meist durch Viren ausgelöst, bei einem schwachen Immunsystem führt das unweigerlich zu einer Erkältung mit verschiedenen Symptomen.

Diese Globuli können Ihnen helfen:

  • Aconitum (Einsetzen der Symptome nach Kälte, trockener, heißer Haut, Schnupfen und Kopfschmerzen, Rachenentzündungen) – es kann bei den ersten Symptomen eingesetzt werden
  • Belladonna (wenn die Beschwerden sehr plötzlich auftreten, Schnupfen fließt nicht, Kopfschmerzen, trockener Husten, Zugluft und Kälte verschlimmern die Symptome, wunder Rachen)
  • Arsenicum album (häufiges Niesen, Schüttelfrost, die Erkältung beginnt in der Nase)
  • Dulcamara (entstanden durch kaltes, nasses Wetter, steifen Hals, rote Augen, Rückenschmerzen)

Bei Herpes

Wer sich mit den Herpes-Viren infiziert hat, wird immer wieder unter Herpes leiden. Die Bläschen auf der Lippe oder am Mund sind nicht nur optisch störend, sondern schmerzen bisweilen erheblich. Herpes wird durch den Herpes-simplex-Virus 1 und Herpes-simplex-Virus 2 verursacht. Wenn Sie Herpes haben, dann können Sie die Globuli eigenständig anwenden. Es ist wichtig, dass Sie Ihre gesundheitlichen Probleme genauestens unter die Lupe nehmen: Haben Sie Schmerzen? Wie wurde die Krankheit ausgelöst? Wo tritt Herpes auf (Geschlechtsbereich oder am Mund)? Daneben gibt es auch noch andere Herpes-Viren, sie sind zum Beispiel verantwortlich für Gürtelrose.

In der nachfolgenden Auflistung finden Sie die besten:

  • Arsenicum album (Lippenherpes, starkes Brennen, Bläschen werden schnell trocken)
  • Apis (großer Schwellung, großen Blasen, bei Gürtelrose)
  • Graphites (Lippenherpes, juckenden Bläschen, nasser Hautausschlag)
  • Lachesis (Gürtelrose, Haut ist sehr empfindlich, Bläschen mit Blut gefüllt)

Fazit

Globuli dienen bei jeglichen Schmerzen oder körperlichen Symptomen als ideale Ergänzung zur Schulmedizin oder auch zur alleinigen Behandlung. Das hängt immer von der Erkrankung ab. Wenn Sie unter einer Erkältung, einer Blasenentzündung, Wechseljahrbeschwerden oder Herpes leiden, können Sie eigenständig homöopathische Mittel nehmen. Falls Sie jedoch unsicher sind oder die Erkrankung bereits chronisch ist, sollten Sie sich Hilfe bei einem Experten für Homöopathie suchen. So kann gesichert werden, dass die Symptome an der Ursache behandelt werden.


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