Pool umweltfreundlich reinigen – Geht das überhaupt?

Zur Poolpflege und Poolreinigung gehört auch die regelmäßige Messung des pH-Werts Foto © Evgeniya Sheydt stock adobe
Zur Poolpflege und Poolreinigung gehört auch die regelmäßige Messung des pH-Werts Foto © Evgeniya Sheydt stock adobe

Sie haben einen Pool in Ihrem eigenen Garten? Glückwunsch, denn ein Pool ist der absolute Traum vieler Gartenbesitzer. Und wie schaut’s mit der Umwelt und der Nachhaltigkeit aus?

Damit das Poolwasser lange klar und sauber bleibt, muss ein Pool jedoch regelmäßig gereinigt werden. Und das am besten ohne Chemiekeule und Chlorbombe, damit man die eigene Gesundheit und auch die Umwelt nicht unnötig belastet. Doch geht das überhaupt? Die Antwort bereits vorweg: Ja, es funktioniert. Wir erklären Ihnen, wie das gelingen kann.

Sandfilteranlage statt Chemiekeule

Das Wasser verbleibt meist den ganzen Sommer über in einem Pool. Daher sollte eine Sandfilteranlage, die effektiv arbeitet, mit die erste Investition sein. Die Funktionsweise einer solchen Sandfilteranlage ist simpel: Das Poolwasser wird durch einen Filter, welcher mit Sand gefüllt ist, aufgenommen und anschließend wieder abgegeben. Durch den Sand, welcher sich in der Anlage befindet, werden größere Schmutzpartikel aus dem Wasser gefiltert.

Eine solche Anlage sollte möglichst jeden Tag laufen, denn bereits einige Tage ohne Umwälzung kann das Poolwasser kippen. Außerdem sollte man den Sommer über möglichst oft im Pool baden. Das wirbelt nämlich Schmutz im Poolwasser auf, welches dadurch noch besser von der Sandfilteranlage gefiltert werden kann.

Pool ohne Chemie und mit Hausmitteln reinigen

Wenn man auf Chlor bei der Poolreinigung verzichten möchte, kann man auf wirksame Hausmittel setzen. Bewährt ist zum Beispiel vor dem Befüllen des Pools mit Wasser eine Paste aus Natron und Wasser, welche auf die Fliesen und die Fugen des Pools auftragen wird. Außerdem kann man auch Backpulver nutzen. Dieses hat zusätzliche Vorteile auf den pH-Wert des Poolwassers, denn es macht den Pool alkalischer.

Statt herkömmlichem Poolreiniger mit Chemie läßt sich darüber hinaus Zitronensäure nutzen. Damit kann man übrigens fast alles in einem Pool wegbekommen, was unerwünscht ist: Ablagerungen von Kalk, Schmutz und Rostrückstände. Um den optimalen Effekt zu erreichen, mischt man Zitronensäure mit Wasser und Salz.

Ist das Poolwasser durch Algen verfärbt sind Vitamin-C-Tabletten eine kleine Wunderwaffe. Wichtig: Die Tabletten sollten mit Ascorbinsäure versetzt sein. Sie werden zerkleinert und stückchenweise dem Poolwasser hinzu gegeben.

Wichtig bei allen Hausmitteln zu beachten ist jedoch, dass diese niemals alleinig eingesetzt werden können. Das ist schlichtweg nicht ausreichend, um entsprechende Effekte zu erzielen. Essenziell ist immer die Kombination mit einer Sandfilteranlage.

Der pH-Wert eines Pools

Damit sämtliche Hausmittel und die Sandfilteranlage beste Ergebnisse erzielen können, kommt es immer auch auf den pH-Wert des Poolwassers an. Dieser liegt idealerweise zwischen 7,0 und 7,4 und sollte regelmäßig überprüft werden. Dafür gibt es zum Beispiel kleine Teststreifen, mit welchen er gemessen werden kann.

Doch warum ist ein bestimmter pH-Wert so wichtig für den Pool? Ein zu hoher pH-Wert kann unter anderem dazu führen, dass man beim Baden Hautreizungen erleidet. Ist der pH-Wert wiederum zu niedrig, können mechanische Teile Ihres Pools beschädigt werden.

Manchmal ist es jedoch gar nicht so leicht, einen optimalen pH-Wert zu erreichen, aber auch hierfür gibt es geeignete Hausmittel. Um den pH-Wert zu senken, ist Essig ein recht gutes (Haus)Mittel. Soll der pH-Wert hingegen angehoben werden, ist Soda gut geeignet.

Hier empfiehlt sich allerdings ein schrittweises Vorgehen, um das gewünschte Ergebnis nicht ins Gegenteil zu verkehren. Man dosiert in diesen Fall etwa 5 Gramm Soda pro Quadratmeter Poolwasser. Damit verschiebt sich der pH-Wert in etwa um 0,2. So kommt man Schritt für Schritt zum gewünschten Ergebnis und erreicht einen pH-Wert, der das Poolwasser möglichst lange klar bleiben lässt.