Nachhaltigkeit und Honig beziehungsweise Bienen â eine immer wieder auftretende Kombination. Was Sie wissen sollten, sagt unser Ratgeber.
Nun, zuerst einmal ist Honig nicht nachhaltig, denn dieser wird von Bienen hergestellt und ohne Bienen, gibt es auch keinen Honig. âEs bedarf also grundsĂ€tzlich einer Menge Arbeit und Erfahrung, Bienen zu halten und daraus den Honig zu gewinnenâ erklĂ€rt Nils Hinse von der Imkerei Hinse. Dazu kommen einige Auflagen und grundlegende Richtlinien, wie die Lebensmittelhygieneverordnung. AuĂerdem ist Honig schnell aufgebraucht. Er wird zum SĂŒĂen von Tee, SĂŒĂgebĂ€ck, herzhaften Gerichten oder einfach pur auf dem Löffel genutzt.
Nachhaltige Gewinnung von Honig
Doch die Art und Weise wie ein Imker den Honig gewinnt, kann nachhaltig bestimmt werden. Das fÀngt bei der Auswahl der Bienenbeuten an (Bienenbeuten sind die Kisten, in denen Bienen gehalten werden) und endet mit dem Etikett am Honigglas.
Dazwischen liegen viele Schritte, die der Imker nachhaltig gestalten kann. Gute Imker werden das GesprĂ€ch ĂŒber Nachhaltigkeit nicht scheuen und Ihnen genau erklĂ€ren, wie die Imkerei funktioniert. Genau genommen reden viele Imker sehr gern ĂŒber das, was sie da so mit den Bienen unternehmen. Es gibt viele GrĂŒnde, auf einen Imker und seine Produkte zurĂŒckzugreifen, welcher aus der Region kommt. Zum einen können sich die Kunden sicher sein, dass botanisch gesehen sogar Nektar ihrer eigenen Pflanzen enthalten sein könnte. Zum anderen muss der Honig vom regionalen Imker nicht um die halbe Welt von Indonesien bis nach Deutschland geflogen werden.
Aber fangen wir ganz vorn an â bei den Bienen. Bienen werden in Beuten gehalten. Diese Beute kann aus Holz oder Styropor bestehen. Beide haben Ihre Vorteile und Nachteile.
Holz ist deutlich anfĂ€lliger bei Witterung und muss daher widerkehrend behandelt werden. Das kostet den Imker Zeit und Geld. AuĂerdem ist Holz deutlich schwerer â bedeutet bei Imkern die wandern: mehr Last fĂŒr den Transport. Andererseits ist Holz ein natĂŒrlicher Rohstoff, und nur Imker mit Holzbeuten können in den Genuss eines BIO Zertifikats kommen.
Styropor hat Vorteile wie das Gewicht und es ist deutlich widerstandsfĂ€higer bei Witterung. Allerdings ist Styropor kein natĂŒrlicher Rohstoff und damit nicht nachhaltig. Um den Honig aus den Waben zu erhalten, ist das Ausschleudern mittels Honigschleuder beliebt. Anders als beim Presshonig bleiben beim Schleudern die Waben erhalten und können wiederverwendet werden. Das spart auch der Biene einiges an Arbeit, da sie die Waben nicht neu aufbauen muss.
Honigschleudern gibt es in verschiedenen Formaten. Die bekannteste ist die handbetriebene Honigschleuder. Dabei wird die Trommel der Schleuder mit mindestens 4 Waben bestĂŒckt und dann per Handkurbel gedreht. Durch die Zentrifugalkraft wird der Honig aus den Waben gedrĂŒckt, fliegt an die Trommelinnenwand und fliest daran herunter. Der Honig sammelt sich am Trommelboden und kann dort abgelassen werden. Das ist sehr aufwendig, daher gibt es mittlerweile auch elektrische Schleudern. Es liegt allerdings klar auf der Hand, welche Honigschleuder die nachhaltigere ist.
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Sonnenwachsschmelzer â die Vorteile in punkto Nachhaltgkeit & Bienen
Sind die Bienenwaben erst einmal dunkel, sollten sie eingeschmolzen werden. Durch die Hitze löst sich das gute und saubere Wachs vom Dreck. Auch hier gibt es die Möglichkeit, auf die nachhaltige Möglichkeit eines Sonnenwachsschmelzers zurĂŒckzugreifen. Dieser funktioniert wie ein GewĂ€chshaus. Ab 60 Grad fĂ€ngt der wachs an zu schmelzen und sich vom Dreck zu trennen. Der Nachteil: Der Sonnenwachsschmelzer funktioniert nur bei Sonne bzw. bei höheren Temperaturen.
Die nicht so nachhaltige Alternative stellt ein Dampfwachsschmelzer dar, der wie ein Wasserkocher funktioniert. Der sehr heiĂe Wasserdampf wird durch einen Schlauch in einen BehĂ€lter geleitet, in welchem sich die Waben befinden. Auch hier beginnt der Bienenwachs sich bei 60 Grad vom Schmutz zu trennen. Bei beiden Varianten wird der saubere Wachs in einem WasserbehĂ€lter aufgefangen, wo er sofort erhĂ€rtet.
Imker greifen oft auf Methoden zurĂŒck â wie Einfrieren und Auftauen. Gemeint ist damit, dass der gesamte Honig nicht direkt in GlĂ€ser abgefĂŒllt wird, sondern chargenweise. Der Imker lĂ€sst also den Honig in groĂen Eimern erst einmal kristallisieren. Diese Eimer lassen sich leichter stapeln und in die Ecke schieben. Wenn eine Charge leer ist, wir einer der Eimer in einem Wasserbad bei 40 Grad oder in einem WĂ€rmeschrank wieder verflĂŒssigt â also aufgetaut. Dieser wird dann wieder abgefĂŒllt und verkauft.
- Der leckere Honig hat ein mild-blumiges Aroma und eine fruchtige Geschmacksnote
- Als Brotaufstrich, zum SĂŒĂen kalter Speisen, Backwaren, Kaffee, Tee oder heiĂer Milch
- Der Verzehr vom Feine BlĂŒten Honig ist fĂŒr SĂ€uglinge nicht geeignet
- DNA-GEPRĂFT | Das GĂŒtesiegel bestĂ€tigt auf Grundlage der von der Celvia CC AS durchgefĂŒhrten DNA-Analyse, dass der Honig...
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Es ist durchaus einfacher, den Honig in groĂen Eimern zu lagern als in vielen dutzenden oder hunderten GlĂ€sern. Hier sollte es ein gesundes VerhĂ€ltnis geben, denn auch ein Wasserbad verbraucht Strom und Wasser. Kleiner Tipp an sĂ€mtliche Imker, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschĂ€ftigen: Sprechen Sie mit den örtliche Gastronomen. Die Eimer fĂŒr Mayonnaise und andere Lebensmittel besitzen bereits die Freigabe zum Lagern von Lebensmitteln. Diese Eimer werden teilweise einfach weggeschmissen. Der Gastronom ĂŒberlĂ€sst Ihnen diese sicherlich gern, denn er spart hier AbfallgebĂŒhren, und Sie mĂŒssen sich keine neuen Eimer kaufen.
Dieser Tipp gilt auch fĂŒr Verbraucher. Sprechen Sie mit den örtlichen Firmen, insbesondere mit den Gastronomen. Es gibt einige BehĂ€ltnisse zum Lagern von Lebensmitteln, die normalerweise nur im MĂŒll landen. ĂbergroĂe GlĂ€ser fĂŒr Pfefferonen können sehr gut zum Lagern von getrockneten Ăpfeln genutzt werden.
Nachhaltiger Transport von Bienenhonig
Ist der Honig erst einmal gewonnen, soll er ins Glas und zum Verbraucher. Dabei ist zu beachten, dass die Imker Ihre GlĂ€ser gern wieder leer zurĂŒcknehmen. Zum einen kann der Honigpreis so gering gehalten werden, da der Imker nicht jedes Mal neue GlĂ€ser kaufen muss. Zum anderen dient es der Gesundheit der Bienen. Denn ein leeres Honigglas sollte nie ungewaschen in einen Glascontainer entsorgt werden. Im Honig, besonders bei importiertem Honig, können sich Sporen der sogenannten Amerikanischen Faulbrut befinden. Diese ist fĂŒr Menschen absolut ungefĂ€hrlich fĂŒr Bienen bzw. fĂŒr deren Brut tödlich. Daher sollte das leere Honigglas wieder zurĂŒck an den Imker oder vom Verbraucher wiederverwendet werden â zum Beispiel fĂŒr Marmelade.
Honigetiketten aus recyceltem Papier
Die ersten Imker stellen auch bereits ihre Etiketten um. Hier gibt es Druckereien die auf recyceltes Papier setzen oder sogar Papier aus Gras.
Viele Imker nutzen alle Rohstoffe eines Bienenvolkes. Abgesehen vom Honig ist da noch der Bienenwachs, aus dem sich BienenwachstĂŒcher, Pflegeprodukte und Kerzen herstellen lassen. Gerade BienenwachstĂŒcher erfahren seit lĂ€ngerem einen Boom. Mit Ihnen lassen sich Lebensmittel ohne Plastik lagern.
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Auch Propolis kann der Imker aus dem Bienenvolk gewinnen und verkaufen. Propolis sagt man viele gesundheitlich fördernde Eigenschaften nach. Gerade jĂŒngere Imker liefern ihren Honig sogar mit einem Lastenrad â ob zum Verbraucher oder in den Handel. Verbraucher sollten sich also gern ein paar Minuten mit regionalen Erzeugern befassen, um sĂ€mtliche Vorteile auch auf nachhaltiger Sicht in Anspruch zu nehmen.
