Polyrattan, Holz oder Alu – das passende Material für Gartenmöbel

Gartenmöbel aus Holz stehen für Wärme und Natürlichkeit. Foto: © jojokrap / stock adobe

Die ersten warmen Tage verändern den Garten sofort. Plötzlich wird draußen gefrühstückt, am Nachmittag wandert der Kaffee auf die Terrasse und an langen Abenden bleibt man einfach sitzen, bis es dunkel wird. Spätestens dann zeigt sich, wie wichtig Gartenmöbel sind. Sie sollen bequem sein, gut aussehen und möglichst viele Sommer mitmachen.

Doch welches Material passt am besten? Holz steht für Wärme und Natürlichkeit, Aluminium wirkt modern und macht wenig Arbeit, Polyrattan symbolisiert gemütliche Loungemomente. Die Unterschiede liegen nicht nur im Aussehen. Auch Pflege, Gewicht und Platzbedarf spielen eine Rolle.

Holz bringt Natur auf die Terrasse

Holzmöbel sind der Klassiker im Garten. Teak, Akazie oder Eukalyptus wirken warm, lebendig und passen beinahe automatisch zu Rasen, Beeten und Pflanzen. Besonders auf Terrassen mit Naturstein oder Terrakotta entsteht schnell ein harmonisches Bild.

Wer ein Gartenmöbelset kaufen möchte und natürliche Materialien mag, landet deshalb häufig bei Holz. Ganz ohne Pflege geht es allerdings nicht. Sonne, Regen und Feuchtigkeit verändern die Oberfläche. Je nach Holzart kann die Farbe verblassen, das Material trockener werden oder eine silbergraue Patina entwickeln.

Ein wenig Pflege gehört dazu

Wie viel Arbeit anfällt, hängt stark von der Holzart ab. Teak beispielsweise enthält von Natur aus viel Öl und kommt mit Feuchtigkeit gut zurecht. Ohne Behandlung verändert sich allerdings seine Farbe. Aus dem warmen Braun wird nach und nach ein silbriger Grauton.

Wer das ursprüngliche Aussehen erhalten möchte, sollte die Möbel regelmäßig reinigen und gelegentlich ölen. Das kostet etwas Zeit, gehört für viele Besitzer aber zum Charme des Materials.

Holz eignet sich deshalb vor allem für Menschen, die Gartenmöbel nicht nur praktisch betrachten. Kleine Gebrauchsspuren und Farbveränderungen können sogar reizvoll sein. Ein Holztisch darf schließlich ruhig zeigen, dass an ihm schon viele Sommerabende verbracht wurden.

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Aluminium ist unkompliziert und leicht

Ganz anders präsentiert sich Aluminium. Das Metall passt zu einem eher modernen Gartenstil und ist besonders angenehm für alle, die möglichst wenig Arbeit mit ihren Möbeln haben möchten. Aluminium rostet nicht und lässt sich leicht reinigen. Meist genügt ein feuchtes Tuch, um Staub oder Blütenpollen zu entfernen. Schleifen, Streichen oder Ölen entfällt.

Schnell verschoben, schnell gereinigt

Auch das geringe Gewicht ist im Alltag praktisch. Wandert die Sonne, lässt sich ein Stuhl ohne große Mühe umstellen. Soll die Terrasse für eine Feier umgeräumt werden, sind leichte Möbel ebenfalls angenehm. Viele Modelle besitzen eine Pulverbeschichtung, die die Oberfläche zusätzlich schützt. Dadurch können Alu-Möbel lange draußen stehen und behalten dennoch ihre klare Optik.

Ganz ohne Nachteil ist das Material allerdings nicht. In direkter Sonne können sich Metallflächen stark aufheizen. Sitzkissen oder Auflagen sind daher nicht nur bequemer, sondern an heißen Tagen fast unverzichtbar. Aluminium passt besonders gut zu modernen Häusern, großen Terrassen und Menschen, die ihre Freizeit lieber im Garten verbringen als mit der Pflege der Gartenmöbel.

Polyrattan macht aus der Terrasse eine Lounge

Wer es besonders gemütlich mag, landet schnell bei Polyrattan. Das geflochtene Material erinnert an natürliches Rattan, besteht jedoch aus Kunststoff und ist deshalb deutlich wetterfester. Vor allem bei großen Sofas, Sesseln und Ecklounges hat sich Polyrattan durchgesetzt. Tiefe Sitzflächen, breite Armlehnen und dicke Polster machen aus der Terrasse fast ein Wohnzimmer unter freiem Himmel.

Komfort braucht etwas Platz

Gerade bei größeren Familien oder geselligen Abenden spielt Polyrattan seine Stärke aus. Auf einer Lounge finden mehrere Personen bequem Platz, und niemand muss nach dem Essen sofort vom Tisch aufstehen.

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Der Pflegeaufwand bleibt überschaubar. Staub und Verschmutzungen lassen sich meist mit Wasser und einer weichen Bürste entfernen. Schwieriger sind eher die Polster. Sie sollten bei längerem Regen trocken gelagert werden, selbst wenn die Bezüge als wasserabweisend gelten. Außerdem brauchen Polyrattanmöbel Platz. Breite Sessel und große Sofaelemente wirken auf kleinen Balkonen schnell wuchtig. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb der Griff zum Maßband.

Nicht jedes Gartenmöbelset passt zu jeder Terrasse

Neben dem Material entscheidet vor allem die Nutzung. Wer regelmäßig mit der Familie draußen isst, braucht einen großen Tisch und Stühle mit angenehmer Sitzhöhe. Eine tiefe Lounge sieht zwar einladend aus, ist für ein mehrgängiges Abendessen aber nur bedingt geeignet.

Wer dagegen vor allem liest, Kaffee trinkt oder abends mit Freunden zusammensitzt, dürfte mit einer Lounge glücklicher werden. Auf kleinen Terrassen oder Balkonen sind kompakte Sets oft sinnvoller als große Sitzlandschaften.

Auch der Winter sollte bereits beim Kauf eine Rolle spielen. Gibt es einen Keller, eine Garage oder ein Gartenhaus? Müssen die Möbel draußen bleiben? Lassen sich Stühle stapeln oder zusammenklappen? Solche Fragen wirken im Hochsommer nebensächlich, werden im Herbst aber plötzlich wichtig.

Gartenmöbel aus Holz, Alu oder Polyrattan?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Holz passt zu Menschen, die Natürlichkeit mögen und etwas Pflege nicht scheuen. Aluminium ist ideal, wenn Gartenmöbel leicht, modern und unkompliziert sein sollen. Polyrattan wiederum bietet besonders viel Gemütlichkeit und schafft schnell eine entspannte Loungeatmosphäre.

Am Ende entscheidet deshalb weniger ein bestimmter Trend als der eigene Alltag. Gute Gartenmöbel müssen nicht nur schön aussehen. Sie sollten dazu passen, wie man seinen Garten tatsächlich nutzt. Dann wird aus einer Sitzgruppe ein Platz, an dem man den Sommer wirklich verbringen möchte.

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Hajo Simons Journalist

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).