Vitaminreiches Obst aus regionalem Anbau

Früchte aus sind nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. Vitaminreiches Obst aus regionalem Anbau punktet in jeder Hinsicht. Weshalb das so ist, zeigt dieser Ratgeber.

Natürlich schmecken Ananas, Papayas oder Bananen aus fernen Ländern richtig lecker – dennoch sollten sich gerade umweltbewusste Menschen fragen, ob der Kauf der exotischen Früchte und den damit einhergehenden CO2-Ausstößen wirklich sein muss. Auch in Deutschland sowie anderen europäischen Ländern gibt es zahlreiche Früchte, die nicht nur köstlich, sondern zudem sehr vitaminreich sind. Wer Inspirationen zum Anbau regionaler Früchte braucht, der kann die Tipps aus diesem Artikel umsetzen.

Warum ist vitaminreiches und regional angebautes Obst besser?

In erster Linie spielt natürlich der Reifegrad der Früchte eine besondere Rolle. Wer eine Mango aus Thailand in Deutschland isst, der wird viel weniger Vitamine zu sich nehmen, als täte er das vor Ort, also in Thailand. Auch in punkto Nachhaltigkeit ist dies eher bedenklich. Denn die Früchte werden nämlich unreif geerntet, damit sie die lange Transportzeit heil überstehen. Demnach sind in den Früchten häufig nicht alle Vitamine enthalten, die für den Körper notwendig sind. Insbesondere ältere Menschen, also Senioren, sollten vor allem auf vollwertige Ernährung achten.

Daneben schädigen die langen Transportwege unser Klima. Wer also darauf bedacht ist, unseren Planeten zu schützen, und einen guten, ökologischen Fußabdruck hinterlassen möchte, der sollte auf regionales Obst zurückgreifen. Natürlich wird durch den Kauf von regionalen und saisonalen Früchten auch die landesweite Landwirtschaft angekurbelt.

Wie beginnen Sie mit dem Anbau von regionalen Früchten?

Wer wenig Erfahrung mit dem Anbau von Früchten und Gemüse hat, der sollte zunächst auf einfache Sorten umsteigen.

Zu diesen gehören in Deutschland:

  • Äpfel
  • Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren
  • Birnen
  • Trauben
  • Kirschen
  • Pflaumen

Insbesondere die Beerensträucher tragen bereits im selben oder darauffolgenden Jahr Früchte. Bei den Bäumen dauert es bis zur Ernte natürlich entsprechend länger. Das muss man beim Anbau auf jeden Fall berücksichtigen.

Wenn Sie einen Baum oder Strauch kaufen, dann sollten Sie unbedingt auf die Qualität achten. Wichtig ist, dass es sich hierbei um Pflanzen in Bioqualität handelt. In großen Fachgeschäften werden Sie meist fündig.

Vitaminreiches Obst – one apple a day keeps the doctor away

Bereits etwa 10.000 Jahre vor Christus wuchs der Apfelbaum im heutigen Kasachstan. In der Antike wurde der Apfelbaum auch von den Römern und Griechen kultiviert. Wie man sehen kann, gab es den Apfel schon immer. Auch heute noch spielt er eine bedeutende Rolle in einer gesunden Ernährung. Wer besonders viele Vitamine zu sich nehmen möchte, der sollte den Apfel im eigenen Garten anpflanzen. Hier können Sie die Frucht genau dann ernten, sobald sie reif ist. Frisch vom Baum schmeckt sie am besten und versorgt Sie mit den meisten Vitaminen und Nährstoffen. Neben den konventionellen Sorten wie Jonagold oder Elstar können auch ältere Sorten wie beispielsweise Boskop oder Braeburn angepflanzt werden. Letzterer strotzt mit einem hohen Anteil an Vitamin C.

Gerade im Herbst und im Winter ist es sehr wichtig, dass Sie auf eine vitaminreiche Kost Wert legen. Neben Vitamin C, sind auch Vitamin A, Vitamin B12 und Vitamin D3 wichtig für einen gesunden Körper. Vitamin B12 und Vitamin D3 sind nur in wenigen Lebensmitteln enthalten. Aus diesem Grund kann es hilfreich sein, seine Werte beim Arzt checken zu lassen und die Nährstoffe bei einem Mangel zu supplementieren. Vitamin D3 wird durch die Sonneneinstrahlung auf dem Körper produziert, während Vitamin B12 vor allem in Sauerkraut, Fisch, Muscheln und Milch enthalten ist.

Der Apfel versorgt Sie mit Ballaststoffen, Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium. Durch seinen vergleichsweise geringen Pflegeaufwands können auch Neulinge den Apfelbaum setzen und den Ertrag genießen. Die Anpflanzung ist sehr einfach und unkompliziert.

Für große und kleine Feinschmecker –  leckere Beeren haben viele Vitamine

Eine der gesündesten Obstsorten sind die Beeren. Egal, ob Sie sich für Erdbeeren, Heidelbeeren oder Johannisbeeren entscheiden. Sie schmecken nicht nur lecker, sondern stecken voller sekundärer Pflanzenstoffe, die für einen guten Stoffwechsel wichtig sind. Gerade die Heidelbeeren sind ein echter Alleskönner und enthalten viel Vitamin C und E sowie andere wertvolle Mineralstoffe. In den eigenen Gärten wird meist die Kulturheidelbeere gepflanzt – die Wildheidelbeeren sind noch gesünder und vitaminreicher. Ansonsten können Sie auch Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren anpflanzen. Im Normalfall sind die Früchte im Sommer reif.

Die Heidelbeere beispielsweise kann im Juli geerntet werden. Wenn Sie einen Heidelbeerstrauch anpflanzen möchten, dann müssen Sie auf den richtigen Standort achten. Ist ein Platz mit feuchter  und humusreicher Erde gefunden, dann können Sie und Ihre Familie mit vielen kleinen blauen Früchtchen rechnen.

Hobbygärtner sollten beim Anbau der Erdbeeren auf einen sonnigen Standort Wert legen. So gedeihen die roten Früchte am besten. Wichtig ist, dass Sie die Erdbeeren auf einen lockeren Boden anbauen und der Platz möglichst windstill ist. Auch, wenn die Ernte im ersten Jahr noch nicht so groß ist, sollten Sie nicht aufgeben. Im zweiten und dritten Jahr werden Sie sich über eine reiche Früchtepracht freuen.

Die Johannisbeersträucher sind sehr unkompliziert. Beim Einpflanzen sollten Sie ein tiefes Loch graben, das sich an einem sonnigen Platz befindet. Johannisbeeren schmecken im Vergleich zu Erdbeeren recht sauer, aber dennoch lecker.

Birnbaum – perfekt für kalte Herbst- und Wintertage

Aus Birnen kann man viele verschiedenen Leckereien machen. Gerade wenn man einen eigenen Baum im Garten hat, ist es möglich, aus den weichen Früchten Kompott, Marmeladen oder köstliche Kuchen zu zaubern. Birnen sind sehr gesund, und gerade die reifen Früchte schmecken besonders süß. Doch nicht nur der Geschmack überzeugt gesundheitsliebende Menschen. Die darin enthaltenen Vitamine, zum Beispiel Vitamin B, A, D, E und C sowie Kalium, Magnesium und Phosphor sorgen für ein gesundes Immunsystem. Ähnlich wie der Apfelbaum ist auch der Birnbaum unkompliziert und recht pflegeleicht.

Kirschen – die süße und vitaminreiche Verführung an heißen Sommertagen

Die Kirschen schmecken am besten, wenn man sie frisch aus dem Garten erntet. Nur dann genießt man die Süße und den puren Geschmack der Frucht. Ein Kirschbaum ist sehr ertragreich, wenn er gesund ist. Wer viel Wert auf eine gesunde Ernährung mit vielen Nährstoffen legt, der kann sich einen Kirschbaum im Garten einsetzen. Die rote Frucht strotzt vor Vitamin A sowie verschiedenen B-Vitaminen. Daneben sind auch Vitamin C und E enthalten. Außerdem verfügen Kirschen über einen hohen Kalium-Gehalt. Das Pflanzen dieses Baumes ist nicht nur sehr unkompliziert – auch die Pflege nachher ist besonders einfach. Egal, wie der Boden ist – der Baum wächst und gedeiht.

Aprikosen mit den Vitaminen A, C und B1

Für viele Menschen gibt es nichts Besseres als eine reife und weiche Aprikose. Mit dem süßlichen Geschmack verzaubert sie nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Wer in einer südlichen Region mit viel Sonne wohnt, der kann sich für den Anbau von Aprikosenbäumen entscheiden. Sie sind sehr witterungsbeständig und pflegeleicht. Vor allem in Baden-Württemberg, Bayern sowie Rheinland-Pfalz können diese Bäume angepflanzt und die Früchte in den Sommermonaten geerntet werden. Die Früchte sind gesund und enthalten sehr viel Vitamin A, Vitamin C und B1. Sie schmecken nicht nur in roher Form, sondern auch als Marmelade oder Kompott.

Fazit

Es gibt viele Obstsorten, die ganz einfach im eigenen Garten angepflanzt werden können. Die Früchte schmecken nicht nur lecker, sondern versorgen den Körper mit den richtigen Vitaminen und Nährstoffen. Nicht immer müssen es nämlich exotische Früchte aus sehr fernen Ländern sein. Viel Freude beim Gärtnern und Naschen.


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