Wie nachhaltig ist Honig?

Es ist wichtig, beim Kauf von Honig auf Nachhaltigkeit zu achten. Foto: © Davizro Photography / stock adobe

Nachhaltigkeit bezieht sich nicht nur auf das Heizen oder unseren Umgang mit Strom und Wasser. Auch in der Ernährung stellt sich oft die Frage, wie nachhaltig bestimmte Produkte wirklich sind. Heute haben wir Honig einmal in den Fokus gestellt und wollen sehen, wie man beim Kauf von Honig auf Nachhaltigkeit achten kann.

Wie nachhaltig ist Honig wirklich?

Honigbienen sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette – weil sie dazu beitragen, dass viele Obstsorten überhaupt erst geerntet werden können. Allerdings ist die kommerzielle Gewinnung von Honig ein zweischneidiges Schwert, was das Thema Nachhaltigkeit angeht. Es gibt erhebliche Unterschiede, was regionale oder importierte Honigsorten angeht. Auch die Art der Honigproduktion wirkt sich unterschiedlich auf die Umwelt aus.

Da Honig aber nicht nur gut schmeckt, sondern zudem auch noch sehr gesund ist, haben wir hier einmal ein paar Tipps zusammengetragen, wie man auch beim Kauf von Honig auf verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte achten kann.

Regionaler Honig oder Importware – wo liegen die Unterschiede?

Die meisten importierten Honigsorten im Supermarkt werden als „Mischhonig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ ausgewiesen. Verschiedene Tests haben ergeben, dass viele dieser Honigsorten „gepanscht“ sind. Konventionelle Massenproduktion achtet kaum auf echte Nachhaltigkeit – weder in Europa noch in anderen Teilen der Erde. Da ist es vollkommen normal, dass den Bienenvölkern der komplette Wintervorrat an Honig entzogen und durch Zuckerwasser ersetzt wird.

Das wirkt sich negativ auf das Immunsystem der Bienen und damit natürlich auch auf deren Lebenserwartung und Gesundheit aus. Aus diesem Grund gibt es zwei Ansätze, die man verfolgen kann, wenn man beim Kauf von Honig auf mehr Nachhaltigkeit achten möchte.

Der Kauf bei regionalen Klein-Imkern

In den meisten Regionen Deutschlands findet man Imker vor Ort, die nur über eine begrenzte Anzahl von Bienen verfügen und den Honig selbst fertigen. Oft ist die Imkerei hier nicht mehr als ein einträgliches Hobby. Der Honig ist allerdings in der Regel deutlich hochwertiger, weil nicht industriell verarbeitet, und den Bienenvölkern geht es besser als in der Massenproduktion.

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Der Kauf bei überregionalen Anbietern mit bestimmten Kriterien

Es gibt Honigsorten wie den beliebten Manuka-Honig, die kann man nicht aus regionaler Herstellung kaufen. Wer diesen vielseitigen Honig, dem diverse gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden, im Speiseplan oder in seine Kosmetik einbauen möchte, sollte ihn bei Anbietern wie manukamarkt.de kaufen.

Beim Kauf überregionaler Produkte lohnt es sich allerdings immer, genauer hinzuschauen und sich für die Varianten, die besonders hochwertig sind, zu entscheiden. Bei Manuka-Honig bedeutet das einen Honig zu wählen, der mit einem hohen UMF-Siegel (ab UMF 10+ spricht man Manuka-Honig, der auch als medizinisch wirksam gilt) daherkommt.

Welche Auswirkungen hat die Honigproduktion auf Umwelt und Klima?

Honigproduktion im kleinen und regionalen Umfeld hat keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Eher im Gegenteil. Die Umwelt – insbesondere die Pflanzenwelt – braucht Bienen, damit die notwendige Bestäubung der Obstblüten beispielsweise erfolgt. Da Wildbienen heute unter Artenschutz stehen und die Zahl der Wildbienen nach wie vor rückläufig ist, können Honigbienen hier eine gute Unterstützung sein.

Die Betonung liegt dabei allerdings auf „können“. Denn in Regionen, in denen für die Honig-Massenproduktion viele Honigbienenvölker unterwegs sind, gibt es einen Nahrungskampf mit anderen Tieren, die ebenfalls auf den Nektar der Blumen und Blüten angewiesen sind. Deshalb ist auch hier das Fazit – Honiggewinnung im kleinen regionalen Rahmen ist in der Regel sehr viel nachhaltiger als die Honigproduktion für die klassischen Supermarktprodukte. Ganz abgesehen davon, dass der Transport von Honig aus dem Ausland nach Deutschland einen großen CO₂-Fußabdruck erzeugt, der in den meisten Fällen einfach nicht nötig ist.

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Welche Bedeutung haben Honigbienen für die Artenvielfalt?

Dosiert eingesetzt sind sie eine wunderbare Unterstützung für die vorhandenen Insekten. Denn ohne ausreichend Bienen, die für den größten Teil des Transports von Blütenstaub von einer Blüte zur anderen verantwortlich sind, könnten wir manches Obst und Gemüse nicht ernten. Nicht umsonst wird der wirtschaftliche Nutzen der Bienen weltweit auf deutlich mehr als 250 Milliarden Euro im Jahr geschätzt.

Bienen sind wichtig als landwirtschaftliche Nutztiere und sie helfen der Natur im Gleichgewicht zu bleiben. Denn zahlreiche Insekten und andere Tiere, die auf Pflanzen als Nahrung angewiesen sind, würden ohne die Bestäubung vieler Pflanzenarten durch die Bienen schlichtweg verhungern.

Die Gefahr einer Verdrängung wildlebender Tierarten wie Wildbienen, Schmetterlinge und ähnliche Insekten durch Honigbienen, haben wir oben bereits angeschnitten. Werden Honigbienen in zu großer Zahl in eine Region eingebracht, können sie die Artenvielfalt, gerade unter den Insekten, auch empfindlich stören. Hier ist es wichtig auf das Gleichgewicht zu achten.

Bio-Honig und konventioneller Honig im Vergleich

Man kann Bienen nicht vorschreiben, in welchen Bereichen sie ihren Nektar sammeln. Deshalb kann eine Bio-Verordnung nicht feste „Weideplätze“ oder „Flugzonen“ für Bienen vorschreiben. Damit hier trotzdem ein erheblicher Nachhaltigkeitseffekt eintritt, setzt die EU-Öko-Verordnung in der Hauptsache bei den Begleitumständen für die Bienen an.

Geregelt sind Dinge wie:

  • Die Haltung der Bienen
  • Der Standort der Bienenstöcke
  • Die Materialien, die im Bienenstock verbaut sein dürfen
  • Die Fütterung und die Überwinterung der Bienen
  • Krankheitsbekämpfung und das allgemeine Tierwohl
  • Die Art der Honigverarbeitung

Dabei werden die Regularien der EU-Öko-Verordnung im Vergleich zu denen der deutschen Anbauverbände oft noch zusätzlich erhöht. Wer beim Kauf von Honig auf Nachhaltigkeit setzen möchte, kommt an der Auswahl eines Honigs aus biologischem Anbau oder von regionalen Klein-Imkern kaum vorbei.

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Verpackung und Transport – wie groß ist der ökologische Fußabdruck?

Wie groß hier der ökologische Fußabdruck ist, kommt auf verschiedene Faktoren an. Ähnlich wie beim Kauf von Kleidung oder Sportswear, wo der Einkauf im Internet bei Anbietern wie picksport.de auch einen größeren Abdruck hinterlässt, erzeugt auch hier der Einkauf im Online-Shop einen anderen ökologischen Fußabdruck als der Kauf in einem Geschäft vor Ort. Bei Honig wie bei Kleidung gilt allerdings gleichermaßen – nicht regional hergestellte Produkte müssen auch bis in den Supermarkt oder in das Bekleidungsgeschäft transportiert werden.

Wer sich beim Honig für eine Honigsorte aus regionaler Herstellung von einem kleinen Imker vor Ort entscheidet, erzeugt mit Abstand den kleinsten ökologischen Fußabdruck. Der Kauf eines Honigs im Supermarkt vergrößert diesen Fußabdruck bereits. Die Bestellung eines besonderen Honigs aus dem Ausland vergrößert den Fußabdruck noch einmal zusätzlich.

Worauf beim nachhaltigen Honigkauf achten?

Achten Sie auf Bio-Siegel und Qualitätszertifikate. Kleine Imker aus der Nachbarschaft haben oft nicht die Möglichkeiten, alle Vorgaben der entsprechenden gesetzlichen Verordnungen und der Verbandsrichtlinien umzusetzen. Bei diesen hat man als Kunde aber in vielen Fällen die Chance, sich das Umfeld der Bienen und die Bienenhaltung als solche einmal genauer anzuschauen.

Fazit

Bienen – auch Honigbienen – sind ein wichtiger Bestandteil unserer Natur. Ohne diese wäre die Vielfalt an Obst und Gemüse aber auch in der Tierwelt im Allgemeinen erheblich gefährdet. Doch zu viele Honigbienen stellen auch eine Gefahr für das regionale Ökosystem dar. Deshalb ist es wichtig, beim Kauf von Honig auf Nachhaltigkeitsgesichtspunkte zu achten. So kann man gesunden und leckeren Honig genießen – und gleichzeitig etwas für die Natur und die Umwelt tun.

Hajo Simons Journalist

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).